Projektierung, Betrieb und Beteiligung von regenerativen Energieprojekten

KEVER sorgt regional für Strom von morgen

Wir alle sind gemeinsam verantwortlich für das Gelingen der Energiewende. Nicht zuletzt aus diesem Grund bringen KEVER und Stadt Schleiden frischen Wind in die Nationalparkstadt Schleiden!

Die Idee, in Patersweiher einen Windpark zu errichten, entstand bereits im Jahr 2011. Am 4. Februar 2012 hat die „KEVER“ den Entwicklungsauftrag für den Bürgerwindpark Schleiden bekommen. Nun wurde aus der Idee ein zielstrebiges Projekt. Es folgten knapp zwei Jahre, bis im Dezember 2013 die letzte Genehmigung zum Bau der Windenergieanlagen einging. In der Zwischenzeit wurden viele Dinge untersucht und in der Planung des Projekts berücksichtigt. So wurden unter anderem gutachterliche Prüfungen im Hinblick auf Schatten, Schall, Windertrag und Artenschutz durchgeführt.

Besondere Rücksicht galt auch der Umwelt. Für notwendige Eingriffe in die Natur werden z.B. Ausgleichsflächen in den Höhengebieten geschaffen. Außerdem werden besondere Brachflächen unter Berücksichtigung neuster ökologischer Erkenntnisse mit Rückzugsgebieten, etwa von Bodenbrütern, angelegt.

Auch die Einwohner der umliegenden Ortschaften wurden von vornherein zeitnah über das Vorhaben informiert. So gab es mehrere Bürgerinformationsveranstaltungen, nach denen Anmerkungen und Vorschläge der Bürger im Projekt Beachtung fanden. Wir alle müssen die Akzeptanz für Erneuerbare Energien finden, um die regenerative Energieerzeugung umzusetzen. Dabei sind vor allem die Belange der Bürger und der Natur zu berücksichtigen. Denn die Natur ist neben den Erneuerbaren Energien die wohl wichtigste Ressource in der Eifel.

Bereits mit Spannung wird nun der Baubeginn der hochmodernen Windenergieanlagen erwartet.

Sechs Anlagen vom Typ Enercon E-101 sollen zukünftig an diesem attraktiven Windstandort zum Einsatz kommen. Mit einer Leistung von dreitausend Kilowatt pro Windrad kann der Bürgerwindpark insgesamt 18 Megawatt leisten. Rein rechnerisch könnten dadurch mehr als 11.000 Haushalte versorgt und gegenüber herkömmlicher Kohleverstromung pro Jahr mehr als 28.000 Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxids eingespart werden, wie Alexander Böhmer, Prokurist der KEVER, berichtet. Die Nabenhöhe der Anlagen betrage 149 Meter, Abstände etwa zu Wohngebieten, der Kreisstraße oder dem Nationalpark Eifel wurden entsprechend der vorgegebenen Planungsprämissen berücksichtigt und mehr als eingehalten.

Der Projektzeitablauf ist sehr eng bemessen. Bevor der Bau jetzt richtig starten kann, muss noch der Kampfmittelräumdienst kommen und das Gebiet prüfen. Danach kann es endlich losgehen!

Bis Oktober dieses Jahres sollen in Patersweiher sechs hochmoderne Windenergieanlagen entstehen. Die erste soll bereits im Juli in Betrieb gehen. Dabei handelt es sich nicht um Prototypen, sondern um ausgereifte und bewährte Technik. Projektleiter und Ingenieur Eckhard Klinkhammer von der KEVER erklärt: „Die Rotorblätter etwa sind beheizbar, um Eiswurf zu minimieren und durch die besondere Bauart wird der Schall der Rotorblätter reduziert.“

Heute im Zeitalter der Energiewende gewinnt das Thema „regenerative Energieerzeugung“ in Deutschland höchste Aufmerksamkeit in Politik, Wirtschaft und im täglichen Leben. Modernste Windenergieanlagen bieten spezifisch gute Stromernten bei geringem Flächenbedarf. Die KEVER bietet den Menschen in der Eifel echten Fairwert. „Grundvoraussetzung bei unseren Projekten ist die regionale Wertschöpfung. Deshalb setzen hauptsächlich Unternehmen der Region die Arbeiten um, von der Vermessung und Bauplanung über die eigentlichen Bauarbeiten bis zur Überwachung der Anlagen.“ betont Markus Mertgens, Geschäftsführer der Projektierungsgesellschaft „KEVER“. So sichere der Bürgerwindpark Arbeitsplätze und sorge außerdem für Steuereinnahmen. Finanziert werde das Projekt selbstverständlich über regionale Banken. Weiterhin wird es Modelle geben bei denen sich die Bürger und Unternehmen an den Ergebnissen beteiligen können.

Mit den Solarparks Kalenberg, AWZ Strempt und Herhahn sind „KEVER“ und „ene“ dem erklärten Ziel, das Versorgungsgebiet bis 2030 zu 100 Prozent mit regenerativer Energie versorgen zu wollen, wieder ein Stück näher gekommen. Doch nicht nur der Aufbau von Photovoltaikanlagen steht im Vordergrund. „Mit dem Bürgerwindpark haben wir einen weiteren Meilenstein gesetzt und werden die Entwicklung zu einer klimaschonenden und dezentralen Energieerzeugung in der Eifel weiter vorantreiben.“

 

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